Die besorgten BürgerInnen

Am 26. Juli fand in Traiskirchen eine Großdemonstration der dort untergebrachten Flüchtlinge statt.

Etwa 50 bis 70 "besorgte Bürger" haben dabei wiederholt versucht, die Redebeiträge zu stören. Neben permanenten, teils rassistischen, Beschimpfungen gab es auch mehrere kurze Handgreiflichkeiten. Verletzte, Anzeigen oder Festnahmen gab es - auch aufgrund des gelassenen Vorgehens der Polizei - keine.

Dass es sich beim harten Kern der "besorgten Bürger" jedoch um nichts anderes als schlecht getarnte Rassisten (darunter auch ein halbes Dutzend Identitäre aus Niederösterreich) handelte, war schnell zu durchschauen.

mehr über den Verlauf der Demonstration lässt sich im --> Blog von Tristan Ammerer nachlesen. Über die Beteiligung von Rechtsextremisten (Identitäre, "Unsterblich"-Hooligans) an der Demonstration berichtet recherche-wien.org.

Comments

Ich will jetzt nicht behaupten alle dieses gröhlenden Mobs sind Psychos, aber die meisten. Welcher normale Mensch stellt rottet sich mit Gleichgesinnten zusammen um für die Unmenschlichkeit zu protestieren.
LG aus Ottakring und ein tolles Videodokument.
Wolfgang Kirchleitner

Ich war vor Ort und bin entsetzt über diese einseitige Berichterststtung.

Warum werden ein paar schwarze Schafe gezeigt (welche sich auf Grund von Emotionen nicht 100%ig korrekt ausgedrückt haben) und nicht die zig Traiskirchner (aufs Gendern verzichte ich jetzt bewusst), die sich völlig vorbildlich verhalten haben? Und nur vor Ort waren, weil es gerade uns Traiskirchner etwas angeht.
Auch ich bin für eine Verbesserung der Situation für die Flüchtlinge aber wer denkt an die Bewohner von Traiskirchen? An unsere Kinder die nicht mehr alleine zur Schule gehen können, da sie von Asylwerbern verfolgt/belästigt und fotografiert werden oder an uns Frauen? Wir können schon lange nicht mehr in der Stadt spazieren gehen ohne uns anpöbeln, ja sogar begrapschen zu lassen und von Spaziergängen am Abend, wenn es dunkel ist, möchte ich gar nicht reden.
Was ist mit unserem Eigentum, welches beschädigt oder verunreinigt wird? Was ist mit den sinkenden Immobilienpreisen? Wer entschädigt uns dafür, dass Grundstücke, Häuser und Wohnungen, rund um das Erstaufnahmezentrum maßgeblich an Wert verlieren?

Wer demonstriert für uns?

Die Traiskirchner Bevölkerung als rechts zu bezeichnen, nur weil wo für unsere Stadt kämpfen ist genau so eine Frechheit wie die unwürdige Unterbringung der Asylwerbern!

Und zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass sich die Traiskirchner trotz Beschimpfungen, Mittelfinger zeigen u auslachen durch ÖH angehörige und Asylwerbern ruhig und gesittet verhalten haben.

Kommt zu uns, lebt eine Woche bei uns und seht euch die Zustände aus der Nähe an - vielleicht könnt ihr dann ein wenig Verständnis aufbringen und versteht, dass wir absolut nicht rechts sind, sondern für Ruhe, Sauberkeit und Lebensqualität kämpfen - für uns und für die Bewohner des Eaz!

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