Übergriffe bei Festnahmen am Hanfwandertag 2017 in Wien

Am Samstag, den 6. Mai, fand in Wien der 10. "Hanfwandertag" statt. Am Schlusspunkt der Parade in der Babenberger Straße beim Kunsthistorischen Museum kam es jedoch zu einem überraschenden Zugriff der Polizei-Spezialeinheit WEGA.

Nachdem WEGA-Einsatzleiter Granig bereits zuvor minutenlang mit einem Kollegen Telefonlisten auf zwei Handys durchgegangen ist, kam es gegen 19:00 Uhr plötzlich zu einer kurzen Verfolgungsjagd am Rande der Menge. Ein Beamter der Einsatzeinheit (EE) packte die mutmaßlich gesuchte Person und führte sie in das Gebüsch beim Kunsthistorischen Museum.

Ein Zeuge zückte daraufhin sein Handy, wurde aber von weiteren eintreffenden Einsatzeinheiten sofort daran gehindert und ebenfalls zur Festnahme an den Zaun gestellt. Was man ihm vorwirft, wollte oder konnte kein Beamter vor Ort beantworten.

Obwohl sich keine der Personen wehrt und die Situation unter Kontrolle scheint, tritt ein Beamter dem am Boden fixierten Verdächtigen zunächst auf die Hand. Als dieser ihn bittet, den Fuß von der Hand zu nehmen, zieht der EE-Beamte den Fuß zunächst zurück - um ihm danach gegen den Kopf zu treten.

In weiterer Folge werden noch verschiedene Polizeigriffe an den Angehaltenen angewendet, bis nach langen drei Minuten endlich die Verstärkung (EE) eintrifft und der Schauplatz "abgeschirmt" wird.

Auf Anfrage von WienTV konnte die Pressestelle der Polizei Wien bis dato keine Erklärung zu den beiden Festnahmen abgeben.

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